Lotto & Co.: Hier tippen wir Deutschen am liebsten

Lotto & Co.: Hier tippen wir Deutschen am liebsten

Den Traum vom großen Geld hat so mancher. Die Anzahl der Spielvarianten im Lotto steigt aufgrund der anhaltenden Beliebtheit weiter an. Ungefähr jeder zweite Deutsche spielt mehr oder weniger regelmäßig Lotto, durchschnittlich 450 Euro gibt jeder Spieler dabei jährlich für den erhofften Geldregen aus. Lotto ist in Deutschland also sehr verbreitet und es gibt daher sogar gesellschaftliche Veranstaltungen zum gemeinsamen Lottospielen oder die klassische Tippgemeinschaft.

Dabei ist das Glücksspiel als Mittel zur Geldbeschaffung bereits auf das Genua des 15. Jahrhunderts zurückzuführen. In Deutschland fand die erste öffentliche Lotterie 1614 in Hamburg statt und zog seitdem immer mehr Menschen in ihren Bann. In Deutschland herrscht bereits seit dem Erlass von Friedrich II. im Jahr 1763 ein Lotteriemonopol, das bis heute Bestand hat: Nicht jeder kann nach Belieben eigene Lotterien eröffnen, die Durchführung bleibt auf einige wenige konzessionierte Lotteriegesellschaften beschränkt.

Lotterien: Verschiedene Spielvarianten im Lotto

Grundsätzlich lassen sich zwei Spielvarianten im Lotto unterscheiden: Bei aktiven Lotterien wählen Spieler aus einer Anzahl vorgegebener Zahlen aus, die Gewinnstufe ergibt sich aus der Anzahl der korrekt getippten Zahlen. Quoten bestimmen die jeweilige Auszahlungshöhe einer Gewinnstufe. Bei passiven Lotterien erhält der Spieler durch den Kauf eines Loses eine Losnummer. Die Ziehung ermittelt eine oder mehrere Gewinnzahlen, wobei die Höhe der Gewinnstufen meist bereits im Vorfeld feststeht. Der Begriff Lotto ist dabei ein Sammelbegriff für Zahlenglücksspiele und stellt kein eigenes Spielsystem dar. Weiterhin zu unterscheiden sind:

  • Klassenlotterien
  • Zahlenlotterien
  • Jokerspiele
  • Zusatzlotterien
  • Endziffernlotterie

Lotto 6 aus 49: Der Klassiker in Deutschland

ist das wohl bekannteste Spielsystem in Deutschland. Die erste Liveübertragung der berühmten 6 aus 49 geschah 1965 im deutschen Fernsehen, nach diversen Pannen und aufgrund veränderter Sehgewohnheiten wurde die Ausstrahlung aber 2013 unterbrochen. Gezogen werden die sechs Gewinnzahlen jeden Mittwoch und Samstag, hinzu kommt die Superzahl. Gewinne sind ab zwei Richtigen und der Superzahl möglich.

Lotto am Mittwoch folgte zunächst dem Prinzip 6 aus 38, 1986 wurde auch hier das System 6 aus 49 eingeführt. Hier gab es zunächst jeweils Ziehung A und Ziehung B mit unterschiedlichen Quoten, ab 1995 einheitliche Quoten, seit 2000 keine zweite Ziehung mehr. Seitdem wird der Jackpot von samstags auch mittwochs ins Spiel gebracht und umgekehrt.

Die Zusatzzahl gibt es seit 1956. Sie wurde eingeführt, um eine feinere Steuerung der Gewinnausschüttung durch mehr Gewinnklassen zu erzielen. Die Superzahl hingegen ist der Wiedervereinigung sowie der Medienwirksamkeit geschuldet: Die ansteigenden Teilnehmerzahlen führten unweigerlich zu einer häufigeren Gewinnausschüttung. Durch die Superzahl stieg die Chance, dass die höchste Kategorie, der Jackpot, teilweise nicht besetzt war und damit in der Folgewoche ein medienwirksamer höherer Jackpot ausgespielt werden konnte. Immerhin reduzierte die Superzahl (die letzte Nummer des Tippscheins) die Wahrscheinlichkeit, den Jackpot zu knacken, um 90 %.

Die Trefferwahrscheinlichkeit bei einzelnen Lotterien lässt sich über mathematische Formeln einfach berechnen. So liegt die Chance auf eine Niete (zwischen Null und zwei Richtige) beim Spiel 6 aus 49 bei 98,1 %. Die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden (1:20 Millionen) ist also größer als zu den großen Gewinnern zu gehören. Für einen Sechser liegt die Gewinnchance bei 1:14 Millionen; für den Sechser mit Superzahl bei gerade einmal 1:139 Millionen.

Gewinnklasse Erreichen der Gewinnklasse Chance (gerundet)
Gewinnklasse I 6 Richtige und die Superzahl 1 zu 140 Millionen
Gewinnklasse II 6 Richtige ohne die Superzahl 1 zu 15,5 Millionen
Gewinnklasse III 5 Richtige und die Superzahl 1 zu 542.000
Gewinnklasse IV 5 Richtige ohne die Superzahl 1 zu 60.000
Gewinnklasse V 4 Richtige und die Superzahl 1 zu 10.300
Gewinnklasse VI 4 Richtige ohne die Superzahl 1 zu 1.150
Gewinnklasse VII 3 Richtige und die Superzahl 1 zu 567
Gewinnklasse VIII 3 Richtige ohne die Superzahl 1 zu 63
Gewinnklasse IX 2 Richtige und die Superzahl 1 zu 76

Spiel 77: Die Zusatzlotterie

Als Nachfolger der Olympia-Lotterie, die 1967 bis 1974 als vierstellige Endzifferlotterie gespielt wurde, ging das Spiel 77 hervor. Als Zusatzlotterie kann das Spiel nur in Kombination mit folgenden Lotterien gespielt werden:

  • 6 aus 49
  • Toto,
  • Bingo
  • Glücksspirale

Gezogen wird eine 7-stellige Losnummer, welche bei der Teilnahme über das Internet frei wählbar ist.

Die gezogenen Zahlen werden von rechts nach links mit dem Tippschein verglichen. Je nachdem wie viele Ziffern übereinstimmen, liegen die Gewinne zwischen 5 und 177.777 €. Die Teilnahme kostet für das Spiel 77 dabei 2,50 €.

Klasse Gewinnzahl Wahrscheinlichkeiten Gewinn
Gewinnklasse I Losnummer 0,00001 % Min.177.777,00 Euro
Gewinnklasse II die letzten 6 Ziffern 0,00009 % 77.777,00 Euro
Gewinnklasse III die letzten 5 Ziffern 0,0009 % 7.777,00 Euro
Gewinnklasse IV die letzten 4 Ziffern 0,009 % 777,00 Euro
Gewinnklasse V die letzten 3 Ziffern 0,09 % 77,00 Euro
Gewinnklasse VI die letzten 2 Ziffern 0,9 % 17,00 Euro
Gewinnklasse VII die letzte Ziffer 9 % 5,00 Euro
Gewinnklassen I-VII Min. 1 Ziffer 10 % Min. 5,00 Euro
Niete Endziffer falsch 90 % 0,00 Euro

Super 6: Kleiner Einsatz, hohe Gewinnmöglichkeit

Super 6 wird seit 1992 gespielt. Bei jeder Ziehung wird eine Zahl zwischen 000000 und 999999 gezogen. Die Teilnahme am Spiel 77 sowie an der Super 6 findet sich auf dem Tippschein zu 6 aus 49, Toto und Glücksspirale, sodass eine Teilnahme an einem der beiden Systeme nur bei gleichzeitiger Teilnahme an einem der anderen Spiele möglich.

Die gezogenen Zahlen werden von rechts nach links mit dem Tippschein verglichen. Je nachdem wie viele Ziffern übereinstimmen, liegen die Gewinne bei der Super 6 zwischen 2,50 Euro und 100.000 €. Dabei kann es in jeder Gewinnklasse mehrere Gewinner geben, bei mehr als 100 Gewinnern in der Klasse I ist die Auszahlung auf 10 Mio. Euro beschränkt, um das Risiko für die Betreiber einzudämmen. Die Teilnahme kostet für die Super 6 1,25 €.

Klasse Gewinnzahl Wahrscheinlichkeiten Gewinn
Gewinnklasse I Losnummer 0,0001 % 100.000,00 Euro
Gewinnklasse II die letzten 5 Ziffern 0,0009 % 6.666,00 Euro
Gewinnklasse III die letzten 4 Ziffern 0,009 % 666,00 Euro
Gewinnklasse IV die letzten 3 Ziffern 0,09 % 66,00 Euro
Gewinnklasse V die letzten 2 Ziffern 0,9 % 6,00 Euro
Gewinnklasse VI die letzte Ziffer 9 % 2,50 Euro
Gewinnklassen I-VI mindestens 1 Ziffer 10 % mind. 2,50 Euro
Niete Endziffer falsch 90 % 0,00 Euro

Eurojackpot: Spielen auf internationaler Ebene

Als ein zusätzliches Ergebnis des immer weiteren Zusammenwachsens Europas wurde 2012 der Eurojackpot initiiert. Hier tippt man 5 aus 50 Zahlen für 2,50 € je Tipp, hinzu kommen zwei aus zehn Eurozahlen. Die Chancen auf einen Hauptgewinn liegen damit bei 1:95.344.200, für zwei Richtige + eine Eurozahl bei 1:42.

Für jede Ziehung wird ein Jackpot von 10 Mio. Euro garantiert, der im Falle einer Nicht-Ausschüttung auf die nächste Ziehung verschoben wird. Ist Gewinnstufe 1 auf 90 Mio. Euro angewachsen und der Jackpot immer noch nicht geknackt, fließen weitere Gelder in Stufe 2, bis hier 90 Mio. Euro erreicht sind usw. Ausgeschüttet wird jeweils nur die Hälfte der Einnahmen. Die andere Hälfte geht abzüglich der Kosten an die Teilnehmerstaaten, die sich verpflichten, hiervon gemeinnützige Projekte zu unterstützen.

Gewinnklasse Richtige in 50 + Eurozahlen Gewinnchance in % (gerundet)
1 (Jackpot) 5 + 2 1 : 95 344 200 0,00000105 %
2 5 + 1 1 : 5 959 013 0,00001678 %
3 5 1 : 3 405 150 0,00002937 %
4 4 + 2 1 : 423 752 0,00023599 %
5 4 + 1 1 : 26 485 0,00377579 %
6 4 1 : 15 134 0,00660764 %
7 3 + 2 1 : 9 631 0,01038343 %
8 2 + 2 1 : 672 0,14882919 %
9 3 + 1 1 : 602 0,16613491 %
10 3 1 : 344 0,29073609 %
11 1 + 2 1 : 128 0,78135324 %
12 2 + 1 1 : 42 2,38126703 %
Niete weniger als 3 Richtige 96,21062949 %

Die Eurojackpot-Ziehungen finden jeweils freitags in Helsinki statt, eine Teilnahme ist in 18 Staaten Nord-, Mittel- und Südeuropas möglich. Es ist gemessen an der Bevölkerung das größte Lottospiel in Europa. Fast 300 Mio. Menschen können sich am Eurolotto beteiligen.

Ein fast identisches Prinzip verfolgt die Europa-Lotterie Euromillions (in Österreich: Euromillionen), das in Deutschland jedoch nicht gespielt werden kann. Hier finden zwei wöchentliche Ziehungen statt, der Mindest-Jackpot liegt bei 15 Mio. Euro bei einer maximalen Grenze von 190 Mio. Euro in Gewinnklasse I.

Glücksspirale: Zur Unterstützung wohltätiger Zwecke

Die Glücksspirale gibt es seit 1969. Nachdem sie 1972 die Olympischen Spiele und 1974 die Fußball-Weltmeisterschaft finanziell unterstützte, gehen die Erlöse bis heute unter anderem in die Deutsche Sporthilfe, aber auch andere Projekte werden unterstützt in den Bereichen:

  • Wohlfahrt
  • Denkmalpflege
  • Naturschutz

Die Glücksspirale ist eine Endziffern-Lotterie. Im Gegensatz zum Spiel 77 werden hier jedoch für jede Gewinnklasse unterschiedliche Endziffern gezogen. Mit einem Los für 5 Euro sind Gewinne zwischen 2 und 100.000 € möglich, monatlich wird eine Sofortrente verlost:

  • Klasse 1: eine richtige Endziffer – Gewinnsumme von 10 Euro
  • Klasse 2: zwei richtige Endziffern – Gewinnsumme von 20 Euro
  • Klasse 3: drei richtige Endziffern – Gewinnsumme von 50 Euro
  • Klasse 4: vier richtige 4 Endziffern – Gewinnsumme von 500 Euro
  • Klasse 5: fünf richtige Endziffern – Gewinnsumme von 5000 Euro
  • Klasse 6: sechs richtige Endziffern – Gewinnsumme von 100000 €
  • Klasse 7: alle sieben Endziffern – Sofortrente in Höhe von 7500 Euro gewonnen

Die Gewinnchance der Lotterie Glücksspirale besitzt in Abhängigkeit von der Gewinnklasse die Wahrscheinlichkeit 1:10 hoch X, wobei das X stets die Zahl der Klasse bedeutet.

Die Klassenlotterien SKL und NKL

Bei einer Klassenlotterie berechtigt der Kauf eines Loses zur Teilnahme an den Ziehungen in einem festgelegten Zeitraum. Dieser dauert sechs Monate an, startet bei der SKL am 01. Juni und 01. Dezember, bei der NKL am 01. April und 01. Oktober, und beinhaltet sechs Klassen, die jeweils einen Monat andauern. Die Gewinnsummen ändern sich von Klasse zu Klasse und reichen von 1.000 Euro, die täglich verlost werden, bis zu einem Hauptgewinn von 16 Millionen Euro. Daneben gibt es zahlreiche Sachpreise und Sonderziehungen.

Da Gewinne permanent ausgespielt werden, steigen die Gewinnchancen mit einer möglichst frühzeitigen Teilnahme ab Klasse 1, theoretisch ist jedoch auch ein späterer Einstieg möglich.

Eine Besonderheit stellt die Aufsplittung der Lose in Teillose dar: Ein ganzes Los kostet bei der SKL 150 Euro, Anteilsscheine sind ab 15 Euro erhältlich. Bei der NKL kostet ein Teillos 10 Euro, ein ganzes also 160 Euro.

Durchgeführt werden die Klassenlotterien bereits seit 1947. 2011 über nahm die Gemeinsame Klassenlotterie der Länder die Durchführung von den bislang getrennt arbeitenden Veranstaltern Süddeutsche Klassenlotterie und Nordwestdeutsche Klassenlotterie.

SKL Euro Joker

Bei dem Spiel handelt es sich um ein Jokerspiel, das jedoch keinen festen Startzeitpunkt hat. Ein Monatslos ist zum Preis von 10 Euro zu haben, das zur Teilnahme an allen Ziehungen des entsprechenden Monats berechtigt. In stündlichen Ziehungen werden Gewinne von 5.000 € ausgeschüttet, einmal täglich winkt eine 10-Jahres-Rente von 5.000 € monatlich. Jeden Sonntag werden darüber hinaus weitere Preise gezogen.

SKL Traum Joker

Seit 2005 kann man ein Los für 10 Euro kaufen, mit dem man für den Zeitraum eines Monats an täglichen Verlosungen von Sachpreisen teilnimmt. Innerhalb einer bestimmten Produktkategorie darf sich ein Gewinner seinen Preis selbst aussuchen. Die Spielrunden jeweils parallel zur Klassenlotterie am 01. Juni und 01. Dezember eines jeden Jahres.

Tippsysteme und Tippmuster

Während einige Lottospieler bestimmte Zahlen haben, die sie jede Woche aufs Neue tippen, wählen andere Muster oder Geburtstagkombinationen als Zahlen aus. Aus mathematischer Sicht ist es unerheblich, ob Sie immer die gleichen Zahlen tippen oder nicht, da vorangegangene Ziehungen keinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit der Zahlen einer Folgeziehung haben. Interessanterweise scheint der volkstümliche Aberglaube der unheilbringenden Zahl 13 im Tippen verifiziert zu werden. Obwohl sie die erste Zahl überhaupt bei einer Ziehung des Spiels 6 aus 49 war, wurde sie bis heute rein statistisch betrachtet, am seltensten gezogen.

Es spielt keine Rolle, wie häufig eine Zahl vorab gezogen wurde, die Wahrscheinlichkeit ist bei jeder neuen Ziehung gleich groß. Allerdings treten einige Zahlenkombinationen häufiger auf als andere und das hat Einfluss auf den Erwartungswert eines Spielers.

Bei der Auswahl der Zahlen entscheidet die Psychologie mit, besonders häufig werden aufgrund von Geburtstagen und anderen besonderen Daten die Zahlen 1 bis 19 angekreuzt. Um die Gewinnchancen zu erhöhen, bietet sich also folgende Strategie an:

  • Glückszahlen 7 und 3 ebenso vermeiden wie die zentrale Zahl 25, die 19 als Bestandteil von Geburtsjahren und die 9.
  • Grafische Zahlenmuster und direkt nebeneinanderliegende Zahlen vermeiden,
  • Selten getippte Zahlen am linken, rechten und unteren Rand bevorzugen.

Damit steigt im Falle eines Gewinns zumindest die Wahrscheinlichkeit, diesen nur mit wenigen anderen Menschen teilen zu müssen.

Lotto für Deutsche im Ausland

Seit einigen Jahren sind Internet-Lotterien aktiv, die jedoch nichts mit der staatlichen Lotterie gemein haben, wenngleich sie ebenfalls Systeme wie 7 aus 49, 6 aus 49, 6 aus 32 oder auch 7 aus 50 anbieten. Durch die Werbefinanzierung sind viele Angebote gebührenfrei, Ziehungen gibt es teilweise täglich, die Teilnahme erfolgt ab 18 Jahren. Zur Abgabe der Tipps sind verschiedene Varianten möglich:

  • Die Tippzahlen manuell wählen
  • Pseudozufallszahlen generieren lassen
  • Man speichert eine Tippkombination ab, die man täglich manuell aufrufen muss.

Nach der Ratifizierung des Glücksspielstaatsvertrags im Jahr 2008 war das Glücksspiel über das Internet zunächst nicht mehr erlaubt. Mit der Unterzeichnung des Glücksspieländerungsstaatsvertrages aus dem Jahr 2011 änderte sich dies jedoch in einigen Bundesländern wieder. Doch Vorsicht: Die Internetteilnahme an der richtigen Lotterie ist in Deutschland nur über in Deutschland zugelassene gewerbliche Spielevermittler und die Landeslotteriegesellschaften selbst möglich, andere Anbieter agieren zumindest in Deutschland in einer Grauzone.

Die höchsten Gewinnausschüttungen

Auch wenn die Gewinnchance nicht sonderlich hoch ist, gab es bereits einige Glückliche, die hohe Gewinne einfahren konnten:

  • Den höchsten Einzelgewinn erzielte 2006 mit 37,688 Mio. Euro ein Spieler aus Nordrhein-Westfalen bei Deutschlands Lotto-Klassiker.
  • Der zweithöchste Einzelgewinn wurde in einer Zwangsausschüttung ausgespielt: Ein Spieler aus Nordrhein-Westfalen erhielt beim Lotto 6 aus 49 für sechs Richtige ohne Superzahl 37,050 Mio. Euro. 33,8 Mio. Euro gewann 2005 ein Berliner.
  • Im Jahr 2007 gewannen drei Einzelspieler jeweils ca. 15 Millionen Euro.
  • Weit höhere Gewinne als bei 6 aus 49 liefert das europäische Lotto-Spiel Eurojackpot: Ein Lottoschein aus Baden-Württemberg gewann im Herbst 2016 die Rekordsumme von 90 Mio. Euro, nachdem im gleichen Jahr bereits ein Hesse im Sommer rund 84,7 Mio. Euro auf seinem Konto auffand.

Umgekehrt gibt es auch bei Lotterien immer mal wieder Pleiten, Pech und Pannen. Bei Zahlenkombinationen, die Muster auf dem Tippschein ergeben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass mehrere Spieler die gleiche Kombination tippen, der Gewinn schrumpft. So erhielten die 222 Gewinner, die im Jahr 1988 die Kombination 24, 25, 26 und 30, 31, 32 ankreuzten, jeweils gerade mal 84.803,90 DM (umgerechnet 43.359,55 Euro).

Ähnlich erging es Spielern, die die Lottozahlen aus der niederländischen Lotterie der Vorwoche übernahmen: 205 Teilnehmer erhielten für sechs Richtige jeweils 30.737 DM. Die beiden Spitzenplätze der Lottogewinner mit dem größten Pech belegen jedoch die 38.008 Spieler, die mit den fünf Richtigen 2, 3, 4, 5, 6 jeweils 194 Euro gewannen sowie die 25.141 Menschen, die für die Diagonale auf dem Lottoschein – 4, 6, 12, 18, 24, 30, Zusatzzahl 36 – jeder mit 201 Euro nach Hause gingen.

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